Hamburgs (vegane) VoKüs

Bei meinem letzten Besuch in der Hansestadt habe ich es endlich mal wieder zu einer VoKü geschafft. Die gibt es fast jeden Tag an verschiedenen Orten von unterschiedlichen Gruppen und Personen. Begeistert erzählte ich einem Freund aus Bremerhaven davon, der mit dem Begriff „VoKü“ so gar nichts anfangen konnte. Deshalb hier ein kleiner Guide…

Vo…was?!

Laut Wikipedia (ja ja, ich weiß, hammermäßige Quelle^^)

Volxküche (VoKü), gelegentlich auch Bevölkerungsküche (BeVoKü) oder Küche für alle (Küfa) genannt, wird in der linksalternativen Szene ein ein- bis mehrmals wöchentlich stattfindendes, regelmäßiges Gruppenkochen genannt, bei dem das Essen zum Selbstkostenpreis oder sogar darunter ausgegeben wird. Das Wort leitet sich vom älteren Ausdruck Volksküche (Suppenküche), dem weltlichen Gegenstück der christlichen Armenspeisung, her.

Volxküchen finden sich meistens in kollektiven bzw. selbstverwalteten Einrichtungen (Kneipen, Infoläden, Jugendzentren oder autonomen Zentren) mit politisch linkem Selbstverständnis. Im Allgemeinen wird mindestens ein vegetarisches Essen angeboten, häufig auch ausschließlich vegane Speisen. Manchmal wird auch containert, d. h. es werden (wegen abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatums o. Ä.) weggeworfene Lebensmittel aus den Abfallcontainern von Supermärkten gesammelt.

Die Volxküche im aktuellen Sinne gilt als Kind der Hausbesetzer-Szene der frühen 1980er-Jahre.

Die Schreibweise Volxküche kommt durch eine erklärt antinationalistische Haltung zustande, der zufolge der Begriff „Volk“ als soziale Konstruktion mit negativen Folgen angesehen und als „ausgrenzend“ abgelehnt wird. Sie ist zugleich eine spaßhaft-eigenwillige Ausdrucksweise der anarchistischen bzw. autonomen Szene.

Veranstaltungen“ nach diesem Konzept gibt es natürlich nicht nur in Hamburg, sondern in vielen Städten. Neben regelmäßigen Terminen (s.u.) finden sie häufig auch bei Konzerten, Demonstrationen oder Aktionen wie den Castor-Protesten im Wendland statt. Kleine Anekdote dazu… bevor Milo und ich dort mitgekocht haben, wäre ich nie auf die Idee gekommen, zB. Tofu durch einen Asthechsler zu jagen – bei rund 20kg (?) für eine einzige Mahlzeit muss man eben kreativ werden 😉

VoKü in Hamburg – regelmäßige Termine

Montags: Hafenvokü

Dienstags: Hafenvokü, LIZ-Vokü und Essen auf Achse (Wagenplatz Zomia)

Mittwochs: Hafenvokü und BraVoKü im Brakula

Donnerstags: Hafenvokü und Küfa im Infoladen Wilhelmsburg

Freitags: Vokü im Brücken Café in Elmshorn und Jäpa Vokü in Altona

Samstags: (monatlich) Vokü von Tierbefreiung Hamburrg im Café Knallhart (Uni)

Sonntags: LIZ-Vokü

(Nicht an jedem Tag finden Voküs statt, manchmal zB. nur jede ungerade Kalenderwoche o.ä. Wie aktuelle die Quelle: http://www.bewegungsmelder.org/futterkasten ist, weiß ich leider auch nicht – am besten immer nochmal in den entsprechenden Blogs oder den Internetseiten checken, bevor ihr euch den Weg umsonst macht, wie es mir in Marburg immer mal passiert ist… )

Hinzu kommen dann noch z.B. der Brunch des Frühstücksklubs, der sich zwar nicht als VoKü bezeichnet, aber auch nach dem Prinzip „Essen gegen Spende“ funktioniert.

 

Übrigens: Vor Neonschwarz hat Johnny Mauser dem ganzen einen Track gewidmet 😉