Honey bei Radio Energy – kleine Klarstellung

Manche mögen es gehört haben – diese Woche war ich kurz bei Radio Energy zu hören. Zwischen Zeugnisübergabe und Examensfeier einfach mal schnell ins Studio und recht unvorbereitet ein Paar Dinge über vegan-sein in Hamburg und mich als Person erzählen. Puhhhh… da kann einiges schief gehen.

Und anscheinend ist es das auch. Ich habe mir den Mitschnitt nun mehrere Mal angehört, wundere mich immer wieder wie sehr ich doch das „r“ rolle und dass ich aufgenommen ganz anders klinge als sich das in meinem Kopf immer anhört.

Wie lange lebst du vegan?

Und hier kommt der kleine Fehler: Auf diese Frage antwortete ich, dass ich vor 6 Jahren angefangen habe, damit zu experimentieren und scheiterte. Sich eine Woche von trockenen Brötchen, Obst und Nudeln mit Tofu in Tomatensoße zu ernähren, mag zwar einer veganen Ernährung entsprechen, machte mich aber noch lange nicht zu dem, was man allgemein unter dem Begriff „Veganerin“ versteht.

Zur Erklärung: ich habe dann immer wieder einige Zeit lang „möglichst“ vegan gegessen, mich aber nie tiefer damit beschäftigt, also zB. dass auch Aromen und E-Stoffe unvegan sein können. Oder was Karmin eigentlich ist und dass „gehärtete Fette“ nicht immer aus Palmöl gewonnen werden oder so. Mit Milch und co. hatte ich wegen der enthaltenen Lactose lange schon aufgehört, aber Fisch und auch Fleisch haben mich noch begleitet.
Erst als ich zu Hause ausgezogen bin und mit meinem damaligen Freund in einem eigenen Haushalt lebte, wurde die Sache richtig angegangen und ich wurde immer „veganer“.

Letztlich liegt es vermutlich wirklich erst 2,5 bis 3 Jahre zurück, dass ich bewusst alle tierischen Lebensmittel von meinem Speiseplan gestrichen habe. Zu Verdanken habe ich das den zahlreichen Menschen, die ich hier kennen lernen durfte. Denn erst durch diese Personen wurden mir die Hintergründe dieser Lebensweise bewusst und plötzlich hatte alles einen sehr viel tieferen Sinn als „Klasse, keine Bauchschmerzen mehr nach dem Essen“.

Vielleicht auch einer der Gründe, warum ich nicht so viel vom „Lifestyle“-Veganismus halte. Ohne eine persönliche Grundeinstellung und nur weil es „in“ ist, halten tierische Produkte sicher oftmals genauso schnell wieder Einzug auf Teller und in Kleiderschränke, wieDesigner neue Trends entwerfen.

Mitschnitt

Honey im Studio

  • Bärlin

    Ein Grund, warum ich niemals Energy hören würde. Wie kann man bei einem Gespräch so laute Hintergrundmusik abspielen?