veganer Solibrunch in Wilhelmsburg 2.0

Vergangenen Sonntag gab es nicht nur den Brunch im Gängeviertel by FSK, sondern auch in Wilhelmsburg konnte man vegane Vielfalt genießen und gegen Spende richtig viel (für mich zum Großteil noch) Neues ausprobieren.

Politik-Infos, Soli-Aktion…

Wie bei vielen „Szene-Veranstaltungen“ ging es auch bei diesem Brunch nicht nur darum, vegan zu Essen und viele Leute zu treffen, sondern auch um Politik. Im „lustigen Äffchen“ wurden Bilder und Texte zum Thema Migration ausgestellt. Die Soli-Einnahmen kommen übrigens dem „Infomobil-Sportallee Projekt“ zu Gute.

Das „Infomobil“ ist ein Projekt von Flüchtlingsrat Hamburg und „Café Exil“, einer Anlaufstelle für Migranten. Beide Organisationen üben Kritik an der Behandlung der Flüchtlinge in der ZEA Sportallee. Dort müssen ausländische Staatsangehörige Anträge auf Asyl oder Duldung stellen.

… und veganes Essen

Das Buffet ist überschaubar, aber vielseitig. Was leer ist, wird schnell wieder aufgefüllt oder durch Neues ersetzt. Eine spezielle Ausrichtung wie beim FSK Brunch am Morgen im Gängeviertel gab es nicht, weshalb man beide Aktionen nicht so gut miteinander vergleichen kann.

In Wilhelmsburg habe ich, immernoch recht satt, Rohkost, Gyros, Kuchen, Nudelsalat, Seitanfilet, Baguette und diverse Dips probiert. Besonders letztere waren außerordentlich lecker und haben der von mir so innig geliebten Soße beim Döner von Hin&Veg! den Rang abgelaufen. Auch hier: Rezeptanfrage ist schon gestellt 😉

Außerdem gab es noch Quarkspeise mit Obst, Pudding in Schoko und Vanille, Pizza, Zwiebelkuchen, frischen Salat, Kartoffelsalat, Gemüse gebacken im Bierteig, Sushi (!) mit Sojasoße, eingelegte Oliven und Anti-Pasti, weitere Nudelsalate mit und ohne Mayo, Fladenbrot, Knäcke und co. und und und

Drum-Herum

Die Location „lustiges Äffchen“ war mir bis dato nicht bekannt und viele Infos findet man online darüber leider auch nicht. Ein wenig Input gibt’s auf der Seite des Infoladens Wilhelmsburg. Auch Fotos sollte ich dort keine machen, deshalb gibt’s auch von dem yummie Food leider keine Bilder.

Eigentlich fand der Brunch in im Keller eines Wohnhauses gelegenen Räumlichkeiten statt. Hier gibt es eine Bar, Tischkicker, Sofas und Sessel in einer Art Kaminzimmer. Alles sehr „alternativ“ und linkspolitisch ein- und ausgerichtet. Die meisten Besucher haben sich aber im Hinterhof oder auf der Straße einen Platz an der Sonne gesucht.

Im Gegensatz zu zB. dem Soli-Brunch von Veganarchista an der Hafen-VoKü, war das Publikum nicht soooo durchmischt, hier traf sich eher eine Szene. Trotzdem wurde ich nicht schief angeguckt oder bezüglich des politischen Korrektheit meiner Klamotten gemustert und konnte mein Essen vorurteilsfrei genießen.

Fazit

Die Location, das sogenannte „Fairhaus“ in der Fährstraße 105, war für mich zwar gewöhnungsbedürftig, dafür das Essen aber sehr gut. Die Soli-Spende wurde auf 3,50€ festgelegt, aber das VoKü-Prinzip lässt dir bei der Bezahlung die freie Wahl, wie viel du geben willst (oder kannst).
Ich fänd’s toll, wenn auch dieser Brunch in die dritte Runde gehen könnte und bin gespannt, ob und wann es soweit ist. An die Veranstalter und besonders die „Köche“ von meiner Seite aus ein großes Lob – wirklich lecker! Und das alles noch für einen sozialen Zweck. Toll.