Frühstücksklub im Gängeviertel

Wer tatsächlich immernoch der Meinung ist, dass ein veganes Frühstück nur aus Haferflocken besteht, vielleicht mit ein bisschen Obst dabei und der ewig gleichen Sojamilch, kann sich hier eines Besseren belehren lassen:

Frühstücksklub lädt zum veganen Brunch ins Gängeviertel…

Wie jeden zweiten Sonntag im Monat war auch heute wieder veganes Brunchen im Hamburger Gängeviertel angesagt. Große Auswahl an den verschiedensten Aufstrichen, gekochten Gerichten, Gebackenem, frischer Rohkost und noch vielem mehr machen es einem manchmal schwer, womit man anfangen soll. Dem Prinzip der Veggie World gestern folgend, haben meine Freunde und ich uns einfach in kleinen Dosierungen durch das ganze Spektrum der Angebote zwischen 11:30 Uhr und 13.00 Uhr probiert. Das wechselt nämlich mit voran schreitender Stunde immer mal wieder.

Essen, Essen, Essen

Ohne großes Drum-Rum-Geschreibe, denn lecker war so wie so ALLES, was ich probiert habe: Bananenbrot, selbstgebackenes Vollkornbrot, warme Brötchen (leider Weißmehl) und Tortilla Fladen. Klassisch Vurst in verschiedenen Sorten, Kichererbsen-Salbei-Aufstrich, Schokocremes, Mohnbutter, Aprikosen-Marzipan-Creme, Mangomousse und Waldpilzremoulade. Obstsalat, frische Rohkost, verschiedene frische Sprossen noch aus der Keimschale und diverse Marinierte und in Öl eingelegte Anti-Pasti-Ähnliche Gemüsesorten. Außerdem noch Goulasch, Seitensteak auf Grünkohl, Rotkohl (-Salat?), Rührei, Eintopf mit Vürstchen und Gemüse, Suppe, Kartoffelsalat und guter Letzt auch noch Kuchen. Ich glaube, es war Kürbiskuchen, den konnte ich aber leider nicht mehr probieren, weil er ratz-fatz weggepuzt war.

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Lecker-st-bissen

Besonders gut fand ich diesmal die selbstgemachte Waldpilzremoulade und das „Rührei“ mit gebratenen Seitanstückchen drin. Beides hatte ich bei voran gegangenen Besuchen noch nicht probiert und bin positiv überrascht. Vor allem beim Rührei, was eigentlich nur aus Tofu und Gewürzen besteht. Schon oft habe ich rezepte dafür gelesen, aber die Motivation, das mal selbst zu kochen, war eher gering. Das hat sich jetzt geändert. Und wenn mir jemand das Rezept für die super Remoulade geben könnte, würde mich das sehr freuen.

Drum-Herum

Die Fabrik als Location ist eine tolle Idee und sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre. Beheizt von einem Holzofen und den unzähligen Menschen, die heute morgen dort waren. So voll ist es nicht immer. Teilweise hat sich sogar eine Warteschlange am Buffet gebildet und der Boden kurzum zum Sitzplatz der Wahl auserkohren. Das Publikum ist bunt gemischt und erfrischend. Zwischen Jung und Alt kann auch ab und an ein Hund vorbeilaufen. Babys, Kinder, junge Erwachsene und Ältere bis hin ins Rentenalter. Tolle Mischung!

Im Hintergrund spielen elektronische Klänge von Matthias Reiling.

Selfservice und Spenden

Hier ähnelt der Frühstücksklub einer VoKü – du portionierst dir dein Essen selbst, kannst dir so oft und viel oder wenig nehmen, wie du möchtest und zahlst dafür den Preis, den du selbst für angemessen hälst oder grade dafür zahlen kannst. Und natürlich „darfst“ du danach auch selbst dein Geschirr abspühlen. 😉

Big City Sunday

Was will man frühstückstechnisch mehr an einem Sonntagabend? Big City Life wie ich es liebe <3 Abschließend kann ich nur sagen: Wer einmal hier war und immernoch glaubt, dass vegane Ernährung eintönig und wenig vielseitig sei, hat irgendwas nicht mitbekommen.

Noch mehr Infos gefällig?

FrühstücksKlub gibt online auf einer Homepage und bei Facebook. Das Hamburger Gängeviertel präsentiert sich hier auch bei Facebook.